Dafür wurden Blutproben und Hautbiopsien von 90 Frauen analysiert, darunter 45 hEDS-Betroffene und 45 Nicht-Betroffene. Außerdem wurden Angaben zu gesundheitlichen Beschwerden sowie zur Schwere der Symptome erhoben.
Zentrale Ergebnisse:
Bei Frauen mit hEDS waren die Serumspiegel mehrerer Androgensulfat-Metaboliten signifikant niedriger als in der Kontrollgruppe.
Der Unterschied war insbesondere bei den 30- bis 49-Jährigen ausgeprägt.
Für andere Steroidhormon-Gruppen, darunter Östrogene, Gestagene und Kortikosteroide, fanden sich dagegen überwiegend keine signifikanten Unterschiede.
In Hautfibroblasten von hEDS-Betroffenen war die Expression mehrerer androgenbezogener Gene vermindert. Dazu gehören Gene, die für Enzyme der Bildung und des Stoffwechsels von Androgenen sowie für Transportproteine verantwortlich sind.
Die Konzentrationen mehrerer Steroidhormon-Metaboliten korrelieren bei den 18- bis 29-Jährigen mit einer Vielzahl an erfassten Symptomen. Dies deutet auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Steroidhormonstoffwechsel und hEDS-Symptomen hin.
Die Ergebnisse sprechen dafür, dass der Hormonstoffwechsel bei hEDS verändert sein könnte. Die niedrigeren Androgensulfat-Metaboliten entstehen demnach nicht unbedingt durch eine geringere Hormonproduktion, sondern möglicherweise durch eine veränderte Verstoffwechselung bzw. Verfügbarkeit der Hormone.
Wichtig: Die Arbeit liefert einen weiteren Hinweis darauf, dass hormonelle bzw. metabolische Faktoren bei hEDS eine Rolle spielen könnten. Sie beweist aber nicht, dass hormonelle Veränderungen die Ursache von hEDS oder damit assoziierter Symptome sind.
Weitere Informationen zur Studie, den Ergebnissen und Limitationen findet ihr in unseren Slides.
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