Untersucht wurden unter anderem die Halswirbelsäule, die Kopfgelenke, Blutgefäße im Halsbereich und der Vagusnerv.
Dabei fanden die Forschenden bei vielen Teilnehmenden Hinweise auf eine erhöhte Beweglichkeit bzw. Instabilität der Halswirbelsäule sowie Veränderungen der Halswirbelsäulenkrümmung. Auch an der inneren Halsvene und am Vagusnerv wurden Auffälligkeiten festgestellt.
Viele Teilnehmende berichteten außerdem über Beschwerden wie Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Brain Fog.
Wichtig ist die Einordnung:
Die Studie zeigt mögliche Zusammenhänge, beweist aber nicht, dass die Veränderungen an der Halswirbelsäule oder den untersuchten Strukturen die Beschwerden verursachen.
Da ausschließlich Menschen mit Nackenbeschwerden aus einer spezialisierten Klinik untersucht wurden und keine Kontrollgruppe vorhanden war, lassen sich die Ergebnisse nicht automatisch auf alle Menschen mit hEDS übertragen.
Auch bedeuten die beschriebenen Veränderungen nicht automatisch, dass eine Behandlung notwendig ist.
Die Studie liefert dennoch interessante Hinweise für die weitere Forschung. Welche Bedeutung die Befunde tatsächlich haben und ob sich daraus therapeutische Konsequenzen ergeben, müssen weitere Studien zeigen.
Studie:
Hauser, R. A., Griffiths, M., Watterson, A., Matias, D., & Rawlings, B. R. (2026). Characterizing initial cervical spine and neurovascular findings in 84 consecutive patients with hypermobile Ehlers–Danlos syndrome: A retrospective study. Journal of Clinical Medicine, 15, 2212.
https://doi.org/10.3390/jcm15062212
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