Eine aktuelle Studie liefert hierfür eine wissenschaftliche Erklärung.
Die Forschenden konnten zeigen, dass Menschen mit hEDS und HSD beim Gehen mehr Energie verbrauchen, obwohl sie die gleiche Strecke zurücklegen wie gesunde Vergleichspersonen. Gleichzeitig müssen ihre Muskeln deutlich stärker arbeiten, um instabile Gelenke zu stabilisieren. Auch Schmerzen traten während der Belastung häufiger auf.
Das bedeutet: Gehen ist für viele Betroffene mit einem deutlich höheren körperlichen Aufwand verbunden. Bereits kurze Wegstrecken können Schmerzen, Erschöpfung oder eine Verschlechterung der Beschwerden auslösen. Nach längeren oder wiederholten Belastungen benötigen viele Menschen längere Erholungszeiten.
Genau deshalb sind viele Menschen mit hEDS oder HSD im Alltag auf Hilfsmittel wie Orthesen, Gehstöcke, Rollatoren oder einen Rollstuhl angewiesen. Nicht, weil sie nicht gehen möchten, sondern weil Schmerzen, Erschöpfung, Gelenkinstabilität oder weitere Begleiterkrankungen längere Wegstrecken häufig nicht mehr zulassen. Hilfsmittel können Mobilität und Teilhabe ermöglichen und dazu beitragen, den Alltag trotz der Erkrankung zu bewältigen.
Viele Menschen mit hEDS oder HSD können an manchen Tagen kurze Strecken gehen und sind an anderen Tagen auf einen Rollstuhl oder andere Hilfsmittel angewiesen. Diese Schwankungen sind typisch für diese Erkrankungen und kein Widerspruch.
Die Studie zeigt eindrucksvoll, dass eine eingeschränkte Gehstrecke keine Frage von Motivation oder Willenskraft ist. Sie kann vielmehr eine direkte Folge der veränderten Muskel-Sehnen-Mechanik und der notwendigen Kompensationsstrategien des Körpers sein.
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Hier geht es zur Studie: https://doi.org/10.1016/j.clinbiomech.2025.106695
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